Sie sind hier

Rückblick Gartenführung "Naturparadies Garten"

Am 5. September 2019 führte Franz Weber, Naturgärtner, rund 30 interessierte Naturfreunde durch verschiedene Gärten im Schachen- und Scheibenschachenquartier. Der Bau von traditionellen Trockensteinmauer ist die Spezialität und Leidenschaft des Naturgärtners aus Bünzen. An einigen von ihm realisierten Beispielen in den besuchten Gärten veranschaulichte er den Teilnehmenden, worauf es beim Bau ankommt. Weiter erläuterte er die Wichtigkeit, einheimische Sträucher und Stauden im Garten zu pflanzen, was auch einen Naturgarten ausmacht. So bietet eine Hecke mit verschiedenen Arten von einheimischen Wildsträuchern nicht nur Lebens- und Nahrungsraum für verschiedene Tierarten, sondern lässt auch die Bewohner die vier Jahreszeiten erleben. Damit die Hecke ihre optimale ökologische Funktion erfüllt, sollte sie zweireihig, idealerweise sogar dreireihig gepflanzt werden und einen breiten Krautsaum aufweisen. Durch ihre dichte Struktur bietet sie auch im Winter Sichtschutz. Denn gerade der Sichtschutz ist noch bei vielen Leuten ein Argument, eine immergrüne, geschnittene Einheitshecke zu pflanzen. Diese dann meistens bestehend aus dem leider immer noch im Handel käuflichen Kirschlorbeer (invasiver Neophyt und auf der Schwarzen Liste!) oder dem Thuja. Diese beiden Arten sind ökologisch gesehen wertlos oder sogar problematisch. Zum Abschluss der Führung wurde gezeigt, dass auch Umgebungen von Mehrfamilienhäusern vielfältig und attraktiv gestaltet werden können. Einen Mehrwert nicht nur für die Biodiversität, sondern auch für die Nutzenden!