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Apéro und Aufwertungen in privaten Gärten - Familie Timcke

4 Apr 16
Stadtökologie Baden

Frühlingserwachen am Teich

Am Gartenteich von Familie Timcke legen sich Frösche, Kröten und Molche ins Zeug!

Noch vor einer Woche schien alles leblos, dann plötzlich über Ostern wurde der erste Laich sichtbar und mittlerweile ist da ein munteres Quaken, Gurren und Plumpsen.  Wenn man die Treppe zum Teich hinaufgeht,  hört man, wie die Frösche schnell ins Wasser platschen und untertauchen. Nimmt man sich aber ein paar Minuten Zeit und verweilt regungslos am Ufer, dann tauchen sie wieder auf.

das volle Leben kehrt zurück!

 

Lufttänze und Sahneschnitte! (Beitrag von Oktober 2015)

Am idyllischen Gartenweiher der Familie Timcke möchte man unbedingt noch einige Minuten länger verweilen und den Libellen beim Tanz über der Wasserfläche zusehen.

Seit diesem Sommer präsentiert sich der Garten mit dem kleinen Biotop in neuem Licht – Uferzonen und Randbeete wurden neu gestaltet und an der Hausfassade blitzt ein funkelnagelneuer, wintertauglicher Fledermaus-Kasten:

Beim Anblick der grünen, löchrigen Teichfolie hatte es Bea Timcke schon länger in den Finger gekribbelt. Nun wurden die Uferzonen des Weihers neu geflickt und durch Sand- und Kiespackungen mit Flachwasserzonen versehen, wodurch den Amphibien ein besserer Ein- und Ausstieg ermöglicht wird. Verbunden mit dieser Aktion gelang die Neugestaltung der Uferbereiche. Die zuvor hohe Ufervegetation wurde ausgelichtet und abgelagert. In diesem, fein säuberlich aufgeschichteten Stapel aus Pflanzenresten und Schlick, den Gärtner Hans Siegrist als "weiche Sahneschnitte" am Weiherrand bezeichnet, finden nun Grasfrosch, Erdkröte und Co. einen nahen Unterschlupf und Schutz vor den Katzen. Zudem profitieren von der Auslichtung auch die Libellen, die neuerdings gut besonnte Wasserflächen vorfinden.

Für einen neuen Bewuchs der Uferzonen sorgen heimische Arten wie Sumpfhelmkraut, Sumpfstorchenschnabel und Dotterblume und ergänzen damit das vorhandene Mädesüss, den Blutweiderich und die Salweide. Auch von unerwünschtem Kraut, wie einem invasiven Knöterich, nahm Familie Timcke gerne Abschied. Seit neustem wachsen auf dem Bord einheimisches Kleines Immergrün, Waldmelisse, nesselblättrige Glockenblume und Abbisskraut.

Bei dem gemütlichen und fröhlichen Garten-Apéro im September konnten sich die Gäste ein Bild vom neu gestalteten Weiher und vom Fledermauskasten machen. Natur-Gärtner Hans Sigrist erklärte Ihnen seine Pflanzungen. 

Als nächster Schlag gegen unerwünschtes Grün, wird es dem invasiven Kirschlorbeer am Hang zur Strasse an den Kragen gehen. Er soll einheimischen Gehölzen Platz machen. Wir bleiben dran – so Bea Timcke – schliesslich gibt es in einem grossen Garten immer etwas zu tun!

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