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Apéro und Aufwertungen in privaten Gärten - Quartier Meierhof

24 Nov 16
Stadtökologie Baden

Blühende Stauden – statt Kirschlorbeer!

 

Was in einem Garten alles blühen und wachsen kann, wenn man den üppig wuchernden Kirschlorbeer entfernt, hat Familie Pfister Hollinger mit einer wunderbaren Gestaltung ihres Badener Gartens gezeigt.

Am Board und im Beet oberhalb der Trockenmauer wurde der Kirschlorbeer herausgerissen und das Beet um eine weitere Ebene mit Trockenmauern ergänzt. Jetzt wachsen dort Graslilien, Malven, Storchenschnabel und weitere Nektar bietenden Stauden, an denen Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten Nahrung finden.

Im Eingangsbereich wurde das Board mit weiteren Raritäten wie Hirschzunge (in der Schweiz geschützter Farn) und der wunderschönen Grossen Sterndolde ergänzt. Auch der Genuss kommt in den Beeten am Hauseingang nicht zu kurz: Wer die Familien Pfister Hollinger zur richtigen Jahreszeit besucht, wird vom feinen Duft der leuchtend roten Walderdbeeren empfangen.

 

Den Platz des Kirschlorbeers am Eingang haben mehrere Steinhaufen und Totholzstämme eingenommen, ein Wildbienenhaus wurde im Garten eingerichtet und das Regenwasser wird in einem Retentionsbecken, bepflanzt mit Blutweiderich und Schwertlilien, aufgefangen. Die interessierten Apéro-Gäste konnten sich anhand einer hervorragenden Dokumentation ein genaues Bild von der Situation vor und nach der Umgestaltung machen.

 

Hinweis und ein grosses Lob an die Familie Pfister Hollinger!

Kirschlorbeer zählt zu den invasiven Neophyten. Er ist besonders konkurrenzstark und schattenresistent. Der Kirschlorbeer verbreitet sich, wenn seine Beeren von Vögeln gefressen und mit dem Kot verteilt werden. Durch seine konkurrenzstarke Ausbreitung gefährdet der Kirschlorbeer – insbesondere als Unterwuchs im Wald – die dortige Krautschicht und den Jungaufwuchs.

Der Kanton Aargau empfiehlt daher: Keine Neupflanzung von Kirschlorbeer!

Zudem wird der Kirschlorbeer in der "Schwarzen-Liste" (info-flora.ch) der Pflanzen geführt, deren Ausbereitung aufgrund des invasiven Potenzials und der Schäden für die Biodiversität, Gesundheit und Ökonomie zu vermeiden ist.

Die Entfernung des Kirschlorbeer nicht nur richtig, sondern ein Gewinn für den Garten. " Seit wir das neue Beet angelegt haben, sind in unserem Garten so viele Schmetterlinge wie schon lange nicht mehr", berichtete Eveline Pfister Hollinger beim Apéro freudig.

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